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Warum ist richtiges Lüften so wichtig?

Von Willi Wescoli
17 August 2020
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Den Grossteil unseres Alltages befinden wir uns in geschlossenen Räumen, dabei nehmen wir täglich 200 Mal so viel Atemluft zu uns wie Nahrung. Entsprechend wichtig ist die hohe Qualität von guter Raumluft. Saubere Luft enthält 78% Stickstoff, 21% Sauerstoff, 0.03 Kohlendioxid und 0.93% Edelgase und ist geruch-​​ und farblos. Sobald sich aber Menschen, Pflanzen oder Gegenstände in einem Raum befinden, ändert sich diese Zusammensetzung und die Luftqualität nimmt ab. Denn Menschen geben Feuchtigkeit und Kohlendioxid an die Luft aber, gleichzeitig wird der Sauerstoff verbraucht. Damit die Raumluft von guter Qualität bleib, muss also regelmässig gelüftet und so die Innenluft durch frische Aussenluft ersetzt werden.

Gesundes Raumklima

 

Das gesunde Raumklima setzt sich aus der Raumtemperatur und der Luftfeuchtigkeit zusammen. Ersteres nehmen wir gut war, wir frieren, schwitzen oder fühlen uns wohl. Die Schwankungen der Luftfeuchtigkeit bemerken wir jedoch nicht direkt. Erst wenn die Luftfeuchtigkeit bereits längere Zeit sehr trocken oder im Gegenteil sehr hoch ist, merken wir es. Leider schlägt das dann auch auf unsere Gesundheit.

Tipp: Was eigentlich gute Raumluftqualität ist, können Sie hier nachlesen.

Optimale Luftfeuchtigkeit

Warme Luft kann mehr Feuchtigkeit aufnehmen als kalte Luft. Darum ist die Luftfeuchtigkeit im Sommer jeweils höher als bei Minusgraden im Winter. In der nachfolgenden Tabelle haben wir Ihnen die Richtwerte der idealen Luftfeuchtigkeit in den unterschiedlichen Räumen zusammengestellt. Für ein behagliches Raumklima das ganze Jahr hindurch, empfehlen wir sich an den Werten zu orientieren und entsprechend das Lüftungsverhalten anzupassen. Dazu hilfreich ist ein Hygrometer, mit dem die Feuchtigkeit in der Luft gemessen werden kann.

 zu niedrigidealzu hoch
Wohnraum< 39%40 - 60%> 60%
Arbeitsraum< 39%40 - 60%> 60%
Schlafzimmer< 39%40 - 60%> 60%
Bad< 49%50 - 70%> 70%
Küche< 49%50 - 60%> 60%
Keller< 49%50 - 65%> 65%

Mit Wohnraum sind Räume wie das Wohnzimmer, Gästezimmer und Esszimmer gemeint. Auch andere Räume, in denen Sie sich tagsüber entspannt aufhalten, gehören dazu. Die ideale Luftfeuchtigkeit liegt bei 40 bis 60%. Ähnlich ist es mit dem Arbeitsraum, in dem Sie eine hauptsächlich sitzende Tätigkeit ausüben und dem Schlafzimmer.
In der Küche und im Bad darf die Luftfeuchtigkeit etwas höher liegen. Die Obergrenze von 70% im Bad ist aber durch Duschen oder Kochen und Spülen in der Küche schnell überstiegen.

Richtig lüften

 

Für ein anhaltendes, angenehmes Raumklima, sollte drei bis fünf Mal täglich gelüftet werden. Wenn Sie tagsüber nicht Zuhause sind, reicht es, wenn Sie morgens nach dem Aufstehen und abends bevor Sie ins Bett gehen lüften. Beim Lüften – also dem kompletten Luftaustausch, gibt es verschiedene Techniken. Die effizienteste Methode ist das Querlüften. Dabei werden zwei gegenüberliegende Fenster für ca. 5 Minuten ganz geöffnet. Eine gute Alternative, sollten Sie keine gegenüberliegenden Fenster haben, ist das Stosslüften. Auch hier wird das Fenster komplett geöffnet und für fünf bis zehn Minuten offengelassen. Nicht empfehlenswert ist das Dauerlüften mit gekippten Fenstern. Bei dieser Methode geht im Winter zu viel Heizenergie verloren und im Sommer kommt die schwülwarme Hitze rein.

Richtig heizen

Je kälter es draussen wird, umso wärmer wird es in vielen Wohnungen und Häusern. Nicht selten werden die Räume überheizt. Als Richtwert gelten 20° C im Wohnbereich, Kinder- und Arbeitszimmer und nicht mehr als 18° C im Schlafzimmer. Damit das Raumklima aber angenehm bleibt, sollte auch während der Heizperiode regelmässig gelüftet werden. Denn wenn auf das Lüften verzichtet wird, kann durch die trockene, heisse Heizungsluft die Luftfeuchtigkeit stark sinken. Die trockene Luft reizt dabei die Schleimhäute und es kann zu Atemschwierigkeiten kommen.

Damit keine Heizenergie verschwendet wird, kann während dem mehrmals täglichen Quer- oder Stosslüften, die Heizung etwas zurückgedreht und danach wieder aufgedreht werden. Verzichten Sie auf Dauerlüften mit gekippten Fenstern, ansonsten heizen Sie buchstäblich für den Himmel.

Was sich auch nicht lohnt, ist die Heizung auszuschalten, während Sie die Wohnung oder das Haus verlassen. Denn der Energieverbrauch zu Erwärmung eines kühlen Raumes ist massiv höher, als wenn Sie die Heizung durchgehend auf dem Minimum laufen lassen.

Tipp: Weitere Tipps und wie man im Winter und Sommer richtig lüftet, haben wir separat für Sie zusammengestellt: Lüften im Winter und Lüften im Sommer.

Die Vorzüge der selbständigen Lüftung

Als Alternative zur händischen Fensterlüftung gibt es die automatische Wohnungslüftung. Dabei werden die Räume mechanisch be- und entlüftet. Diese sorgt so für ausreichenden Luftwechsel und führt Feuchtigkeit und Gerüche aus der Küche, dem Bad und WC ab. Ausserdem hält sie den Strassenlärm, der durch offene Fenster eindringen kann, zurück und der Aussenluftfilter verhindert das Eindringen von Pollen und Allergenen.

Tipp: Wie eine kontrollierte Wohnungslüftung funktioniert können Sie hier nachlesen.


Der Autor

Willi Wescoli

Willi Wescoli ist langjähriger Mitarbeiter der WESCO AG und unterstützt das Team tatkräftig als Experte bei allerlei Lüftungsfragen. Die grosse Ähnlichkeit seines Namens mit dem der Firma ist purer Zufall. Recherchen innerhalb des Familienstammbaumes haben ergeben, dass weder mütterlicher- noch väterlicherseits eine Verwandtschaft besteht.

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